Jean Vanier

Jean Vanier, der Gründer der weltweiten Arche, ist verstorben.

Die Internationale Arche gab den Tod ihres Gründers Jean Vanier bekannt, der früh morgens am 7. Mai in Paris verstorben ist.

Er wurde 90 Jahre alt „Jean Vanier hat ein außergewöhnliches Erbe hinterlassen", sagte Stephan Posner, der Leiter der Internationalen Arche. „Seine Gemeinschaft von Trosly (bei Paris), die Gemeinschaften der Arche weltweit, die Gruppen von „Glaube und Licht“, viele andere Bewegungen und unzählige Tausende Menschen haben seine Worte geschätzt und wurden von seiner Vision angeregt."

Jean Vanier gründete die Arche 1964 als Reaktion auf die schlechte Behandlung von Menschen mit Behinderungen in großen Institutionen. Mittlerweile gibt es mehr als 150 Arche-Gemeinschaften in 38 Ländern auf der ganzen Welt, in denen mehr als zehntausend Menschen mit und ohne Behinderung ihr Leben miteinander teilen. In kleinen Gemeinschaften leben dort Menschen mit und ohne geistige Behinderung partnerschaftlich zusammen. Die Archen verbinden Menschen verschiedener Konfession und Nationalität und wollen zum Aufbau einer inklusiveren und humaneren Gesellschaft auf der ganzen Welt beitragen.

In Deutschland gibt es drei Arche Gemeinschaften, in Österreich eine Arche-Gemeinschaft, die zur Internationalen Arche-Föderation gehören, sowie weitere Gemeinschaften, die sich den Ideen von Jean Vanier verbunden fühlen. Claus Michel, der Leiter der Arche Deutschland und Österreich, erklärte anlässlich des Todes des Arche-Gründers: „Wir sind tief betrübt über den Tod von Jean Vanier. Seine Vision der Barmherzigkeit, des Würdigens von Menschen, die am Rande stehen, ist heute noch so aktuell wie zur Zeit der Arche-Gründung. Sie ist Ansporn und Vermächtnis für uns in der Arche in Deutschland und Österreich.“ In den letzten Jahrzehnten konzentrierte sich Jean Vanier darauf, mit Büchern und Vorträgen seine Botschaft der Einheit, Würde und Vielfalt zu verbreiten. Er vertraute schon früh das Erbe seiner Organisation den Menschen an, die heute die Arche bilden: die Menschen mit und ohne Behinderung in den Arche-Gemeinschaften. Neben seiner Arbeit in der Arche gründete Vanier die Bewegung „Glaube und Licht“, in deren Gruppen sich Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen sowie Freundinnen und Freunde regelmäßig zu Begegnungen treffen, und er inspirierte die Gründung anderer Organisationen. Er beeinflusste Tausende von Menschen auf der ganzen Welt und veröffentlichte etwa vierzig Bücher darüber, wie Menschen mit geistigen Behinderungen einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau einer humaneren Gesellschaft leisten.

Mehr Informationen über das Leben und das Erbe von Jean Vanier finden Sie unter: https://www.larche.org/web/jeanvanier/home (nur auf Englisch und Französisch).

Die Beerdigung am 16. Mai live auf YouTube!
https://www.youtube.com/watch?v=hUM3P61neXU&feature=youtu.be

Umbau vom Arche-Wohnhaus St. Jodok

Logo Entwicklung für den Ländlichen Raum

Um die Wohnsituation der Bewohner und Bewohnerinnen im Arche-Wohnhaus St. Jodok zu verbessern und um die nun geltenden Qualitätsstandards des Landes Tirol zu erfüllen, wird das Wohnhaus der Arche umgebaut und saniert. Die Baumaßnahmen beginnen am 13. Mai und sollen bis Ende August abgeschlossen sein. Während dieser Zeit werden die Bewohnerinnen und Bewohner im Arche Haus in Steinach wohnen.

Um eine bessere und umweltfreundlichere Energieeffizienz zu erreichen, wird das Heizsystem erneuert. Die bisherige Ölheizung wird ersetzt durch eine Gastherme mit Anschluss an das bestehende Erdgasnetz. Zudem werden alle Außentüren und Fenster erneuert, das Dach saniert und mit entsprechender Wärmedämmung versehen.

Im ersten Obergeschoß befinden sich die Zimmer der sechs Bewohnerinnen und Bewohner. Hier wird eine zusätzliche Nasszelle errichtet. Die bestehenden Nasszellen werden erneuert. Aufgrund der geänderten Qualitätsstandards sind manche Zimmer zu klein und müssen entsprechend vergrößert werden. Um trotzdem sechs Zimmer unterzubringen, werden die ehemaligen Büroräume dafür genutzt.

Dank einer Förderung im Rahmen des österreichischen Programms zur ländlichen Entwicklung können all diese Maßnahmen zum Großteil aus Mitteln der EU und des Landes Tirol finanziert werden.

Plakat Wor Gotte Feier

Der Vater der Inklusion

Jean Vanier gründete bei sich zu Hause die erste »Arche« für Menschen mit und ohne Behinderung:
ein oft schmerzhafter Lernprozess

Ein Artikel von Thomas Bastar
im Publik-Formu Nr. 19/2018

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